Was war die DEFA ?

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Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trafen sich im November 1945 in Berlin einige Filmschaffende, das heißt Regisseure, Kameraleute, Dramaturgen, Autoren usw., um über einen Neuanfang des deutschen Films zu sprechen. Vorher diente der Film hauptsächlich dazu, dass Volk von den Schrecken des Krieges durch Unterhaltung abzulenken oder den Menschen Richtlinien vorzugeben, wie sie denken und handeln sollten.
Am 17. Mai 1946 wurde dann die Firma „Deutsche Film- und Aktiengesellschaft“ (DEFA) gegründet. Die Filmproduktion der DEFA wurde vom Staat überwacht. Man wollte Filme drehen, um den Menschen die Politik, Wissenschaft und Technik besser zu erklären. Es sollte aber auch unterhaltende, schöne Filme geben.
Die Filmhallen, Studios und Büros waren in Potsdam-Babelsberg. Weil im Laufe der Zeit sehr viele Filme produziert wurden, bildete die DEFA verschiedene Unterbereiche, in denen nur eine jeweilige Filmart produziert wurde.

Das waren z.B. das Studio für Trickfilme in Dresden oder das Studio für Spielfilme in Babelsberg, dem auch das Studio für Kinderfilme angehörte. Bis zum Jahr 1990 entstanden dort 180 Märchen- und Kinderfilme, sowie unzählige Trickfilme.
Die DEFA war eine Produktionsgesellschaft der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Diese hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg als eigenständiger deutscher Staat neben der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gebildet. Am 3. Oktober 1990 schlossen sich beide Staaten zu dem Deutschland zusammen, wie wir es heute kennen. Die DEFA wurde aufgelöst. Teile der Studios sind allerdings heute noch an ihrem alten Standort in Potsdam-Babelsberg. Dort werden weiterhin Filme produziert.