Was war die DDR?

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Auf der Erde gab es bis jetzt zwei sehr große Kriege, die als Weltkriege bezeichnet werden. Der Zweite Weltkrieg fand vor ca. 70 Jahren statt, von 1939 bis 1945. Deutschland hatte diesen furchtbaren Krieg begonnen und verloren. Nach Kriegsende wurde Deutschland von den Gegnern in einzelne Landesteile, so genannte Besatzungszonen, aufgeteilt, um es besser kontrollieren zu können und einen weiteren Krieg zu verhindern. Der Westen und Süden wurde unter Frankreich, Großbritannien und den USA aufgeteilt. Der Osten wurde von der Sowjetunion kontrolliert. Die Hauptstadt Berlin wurde nach den gleichen Regeln noch mal extra aufgeteilt. Ein bisschen verrückt: ein Stück Westen in der Sowjetischen Besatzungszone. Die Sowjetunion war damals ein großer Staat und bestand aus Russland und vielen der anliegenden Staaten, die heute unabhängig sind. Zwischen der Sowjetunion und den anderen Staaten, die Deutschland besetzten, gab es viele politische Probleme.

Sie hatten oft unterschiedliche Meinungen, auch wenn es um die Zukunft Deutschlands ging. Deshalb gründeten sich 1949 zwei deutsche Staaten: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und Süden und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten.
In der DDR gab es ein Gesellschafts- und Regierungssystem, das heißt eine Ordnung des Zusammenlebens, die sich Sozialismus nannte. Ziele des Sozialismus sind Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit und soziale Sicherheit, das heißt zum Beispiel, dass alle Menschen genug Geld zum Leben haben. Aber wie das immer so ist mit guten Zielen und Vorsätzen: an der Umsetzung scheitert es oft. Die Regierung in der DDR konnte das Leben im Osten nicht so schnell verbessern. Außerdem war die DDR leider keine Demokratie, obwohl sie sich so nannte.

Die Menschen konnten ihre Regierung nicht frei wählen, denn es gab nur eine Partei, die SED, die über alles bestimmte. Viele Menschen waren deshalb unzufrieden und haben die DDR verlassen. Das wollte der Staat natürlich nicht. Deshalb wurde 1961 eine große Mauer um die DDR gebaut, damit die Menschen nicht mehr einfach so gehen konnten.
Das Problem der Unzufriedenheit war damit aber nicht gelöst und wurde mit der Zeit eher noch größer. Die Menschen fingen an friedlich zu demonstrieren und am 9. November 1989 fiel die Mauer unter ihnen. Von da an gab es Verhandlungen mit der BRD über einen Zusammenschluss beider Staaten. Mit dem Beitritt der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990 hörte die DDR auf als Staat zu existieren und es gab nur noch ein Deutschland. Diesen Tag feiern wir jedes Jahr als Tag der Deutschen Einheit.